Viele Umwelteinflüsse bleiben im Alltag unbemerkt. Ob eine Belastung für die Gesundheit eines Menschen von Bedeutung ist, hängt unter anderem von der Art und dem Ausmaß des Kontakts sowie von individuellen Stoffwechsel- und Regulationsmechanismen ab. Die Umweltmedizin untersucht diese Zusammenhänge und ordnet mögliche Belastungen im persönlichen medizinischen Kontext ein.
Was versteht man unter Umweltmedizin
Menschen kommen mit einer Vielzahl von Umwelteinflüssen in Kontakt. In der Broschüre der Bruckmoser Immunanalyse Zentren werden beispielsweise Schwermetalle, Lösungsmittel und Pestizide als mögliche umweltmedizinisch relevante Schadstoffe genannt. Entscheidend ist jedoch, welchen Stoffen ein Mensch tatsächlich ausgesetzt ist und welche Bedeutung diese in seiner individuellen Situation haben könnten. Deshalb steht eine gezielte Diagnostik vor der Wahl einer Therapie.
Umwelt Stoffwechsel und Immunsystem
Der Körper verfügt über komplexe Mechanismen, um mit körperfremden Substanzen umzugehen. Dazu gehören verschiedene Stoffwechselwege und körpereigene Abbau- und Ausscheidungsprozesse. Bei einer entsprechenden Fragestellung kann in den Bruckmoser Immunanalyse Zentren auch die individuelle Entgiftungsfähigkeit näher untersucht werden.
Darüber hinaus betrachten wir mögliche Zusammenhänge mit Entzündungsprozessen, oxidativem Stress und der Funktion des Immunsystems. So lässt sich ein umfassenderes Bild gewinnen, als es ein einzelner Laborwert allein vermitteln kann.
Welche Rolle spielt oxidativer Stress
Ein weiterer diagnostischer Baustein kann die Messung des oxidativen Stresses sein. Freie Radikale entstehen auch bei normalen Stoffwechselvorgängen; zugleich besitzt der Organismus antioxidative Schutzmechanismen. Ein Ungleichgewicht zwischen oxidativen Einflüssen und antioxidativer Kapazität kann medizinisch relevant sein. Ob eine Untersuchung sinnvoll ist und wie ihre Ergebnisse zu bewerten sind, hängt von den Beschwerden und der Krankengeschichte ab.
Wie Umwelt und Lebensstil die Genaktivität beeinflussen können
Die Epigenetik beschäftigt sich unter anderem damit, wie Umwelt- und Lebensstilfaktoren die Aktivität von Genen beeinflussen können. Auch deshalb betrachtet die Umweltmedizin nicht allein einzelne Schadstoffe, sondern das Zusammenspiel von Umwelt, Stoffwechsel, Immunsystem und individueller Regulation.
Erst untersuchen dann individuell handeln
Umweltmedizin ist nicht mit einer pauschalen „Entgiftungskur“ gleichzusetzen. Am Anfang stehen eine konkrete medizinische Fragestellung und eine darauf abgestimmte Diagnostik. Werden relevante Belastungen festgestellt, können geeignete Maßnahmen im Einzelfall besprochen werden.
Die in den Bruckmoser Immunanalyse Zentren beschriebenen umweltmedizinischen Ansätze reichen von orthomolekularen Konzepten und Infusionstherapien über Darm- und Stoffwechselmaßnahmen bis zu speziellen Verfahren. Welche Maßnahme infrage kommt, muss individuell beurteilt werden.
INUSpherese® für ausgewählte Patienten
Eine besondere Therapieoption unseres Zentrums ist die INUSpherese®. Dabei handelt es sich um ein extrakorporales Blutreinigungsverfahren auf Basis einer Doppel-Membran-Filtrations-Plasmapherese (DFPP). In ausgewählten Behandlungskonzepten können durch die Membranfiltration bestimmte an Proteine oder Fette gebundene Substanzen sowie weitere größere Plasmabestandteile aus dem Plasma entfernt werden.
Ob dieses Verfahren medizinisch sinnvoll ist, muss für jeden Patienten individuell geprüft werden. Die INUSpherese® ersetzt keine sorgfältige Diagnostik; sie kann gegebenenfalls eine daraus abgeleitete Behandlungsoption sein.
Beschwerden und mögliche Ursachen sorgfältig einordnen
Nicht hinter jedem Symptom steht automatisch eine Umweltbelastung. Unser Ansatz ist es, mögliche Belastungen zu erfassen, medizinisch einzuordnen und erst danach über das weitere Vorgehen zu entscheiden: Anamnese, Diagnostik, individuelle Bewertung und persönliche Therapieplanung.
Sie möchten wissen, ob Umweltfaktoren bei Ihren Beschwerden eine Rolle spielen könnten? In einem ausführlichen Erstgespräch betrachten wir Ihre Krankengeschichte, mögliche Expositionen und vorhandene Befunde. Anschließend besprechen wir gemeinsam, welche weiterführende Diagnostik sinnvoll sein kann.
Kontakt
Bruckmoser Immunanalyse Zentrum Dresden
Wilsdruffer Straße 16 · 01067 Dresden
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